Als jüngste Abgeordnete

Als jüngste Abgeordnete

Als jüngste Abgeordnete der Hamburgischen Bürgerschaft ist es mir besonders wichtig, Themen, die Jugendliche in Hamburg bewegen in das Bewusstsein meiner Kolleginnen und Kollegen zu bringen und für deren Durchsetzung zu kämpfen. Ein großer Erfolg war in diesem Zusammenhang die Abschaffung der Studiengebühren gleich zu Beginn der letzten Legislaturperiode. Studiengebühren sind ungerecht und halten viele junge Menschen vom Studieren ab. Bildungschancen dürfen aber auf keinen Fall von der finanziellen Situation der Eltern abhängig sein – deswegen sind wir als SPD-Bürgerschaftsfraktion diesen wichtigen Schritt gegangen. Für mich ein besonders bewegender Moment, schließlich habe ich mich schon lange vor meinem Einzug in die Bürgerschaft mit vielen Jusos bemüht, die Mutterpartei von dieser Position zu überzeugen.

Ein weiteres großes Projekt, was wir voranbringen konnten, ist die Herabsenkung des Wahlrechts ab 16. Ein – auch in der SPD – sehr emotional diskutiertes Thema, zudem es viele verschiedene berechtigte Ansichten gibt. Mich hat aber immer schon ein Argument überzeugt: Wenn Jugendliche bereits mit 16 wählen dürfen, besteht die Möglichkeit so gut wie jeden Erstwähler und jede Erstwählerin in der Schule gezielt auf die Wahl vorzubereiten und alle Schülerinnen und Schüler dazu zu bringen sich mit den Positionen der kandidierenden Parteien auseinanderzusetzen. Aus diesem Grund habe ich mich auch dafür stark gemacht, dass es nicht bei einer bloßen Verfassungsänderung bleibt, sondern dass die Herabsenkung des Wahlalters von zahlreichen Maßnahmen, wie verpflichtenden Politikelementen in Kursen mit Erstwählern, begleitet wird.

Doch auch in anderen Themenbereichen haben wir als SPD-Fraktion gezeigt, dass wir die Probleme meiner Generation ernstnehmen: So forcieren wir den Wohnungsbau in Hamburg, damit es endlich wieder mehr bezahlbaren Wohnraum gibt, setzen uns für den Bau eines Azubiwohnheims ein und haben mittels einer Bundesratsinitiative dazu beigetragen, die ungerechte Verteilung von Maklergebühren zu verändern.

Neben der Durchsetzung politischer Ziele, die Jugendliche besonders betreffen, ist es mir auch ein großes Anliegen Jugendlichen Politik näherzubringen und sie ein Stück weit dafür zu begeistern. So führe ich regelmäßig Rathausführungen mit Schulklassen durch und gehe zusammen mit den Wahlkreisabgeordneten in Schulklassen um mit den Schülerinnen und Schülern zu diskutieren. Außerdem lernen zahlreiche Jugendliche, sei es beim GirlsDay, oder im Rahmen eines Praktikums meine Arbeit und die meiner wissenschaftlichen Mitarbeiter intensiv kennen.